Wenn Väter ihren getrimmten Rasen bewundern, können sie den Anblick kaum ertragen. Und Mütter fluchen allerorts, ihnen nicht Herr zu werden (Ja, Herr, Frau Feministin). Die Rede ist von all den herrlichen Unkräutern dieser Erde. Doch wenns um den Garten geht müssen sie weichen.
Dabei enthalten Löwenzahn und Co. mitunter mehr Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente als Kopfsalate. Natürlich wachsen die Wildkräuter auch am Wegesrand. Aber nur daheim kann ich wirklich sicher sein, dass diese nicht mit Spritzmitteln oder dergleichen belastet sind.
Zugegeben. In ein Gänseblümchen zu beißen ist nicht unbedingt ein Geschmackserlebnis. Aber im Salat machen sie ganzschön was her.
Und so machte ich mich heute mit meinem Büchlein "Essen aus der Natur" auf unsere Wiesen zu erkunden. Eine Vielfalt an Gräsern und Blättern erschloss sich hier. Nur einen Bruchteil davon konnte ich eindeutig identifizieren. Doch der wanderte prompt in meine Salatschüssel.
Junge Löwenzahnblätter, Blüten und Blätter von Ehrenpreis, Gundelrebe und Walderdbeeren, Schafgarbe, Sauerarmpfer, Spitz- und Breitwegerich, Wiesensalbei, Rote Taubnessel, Gänseblümchen, Klee... Das alles wächst wenige Meter entfernt von meiner Terrasse. Und wer weiß, was sich mir im Umkreis noch erschließt. Zu viel sollte man sich von den Kräutern nicht auftun. Brennessel wirkt zum Beispiel stark entwässernd. Was im Frühjahr als Kur sehr gesund ist kann aber auf Dauer auch negative Folgen haben. Wie immer im Leben: Die Dosis macht das Gift.
Nachdem ich die Kräuter gesammelt, den frischen Salat geerntet und alles mit einigen Cocktailtomaten in der Schüssel mischte fehlte nurmehr das Dressing. Das wichtigste dafür, die Kräuter, hatte ich ja bereits. Ansonsten sind meine Salatsaucen immer eine spontante Kreation. Am liebsten verrühre ich den Essig mit Senf, Preiselbeermarmelade, Salz und Pfeffer aus der Mühle. Das ist herrlich intensiv im Geschmack. Dazu Öl mit herzhaftem Aroma - egal ob Oliven, Kürbsikerne, Seman oder was auch immer, g'schmackig muss es sein.
Der Hammer sind vor allem Salate, die mit warmen Lebensmitteln kombiniert sind. Einfach den Salat fertig anrichten und seiner Kreativität freien Lauf lassen: Spargel hat gerade Saison. Steak lässt Herzen höher schlagen (und mitunter auch schneller). Auch Spiegeleier sind nie verkehrt (außer wenns um Süßspeisen geht ;). Und weil wir heute schon beim Thema Sammeln sind wollen auch sautierte Pilze unbedingt erwähnt werden.
Mhhh... so herrlich schmeckt der Frühling.
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Montag, April 23
Mittwoch, November 10
Knackig, würzig, gesund: Rübensalat
Wie schön, dass man Rote Rüben hierzulande auf der Straße pflücken kann.
Dann nämlich, wenn die Bauern ihre Ernte heimfahren und die Hälfte am Wegesrand verlieren. Dunkle und kühl lagert bei mir ein ganzer Korb voll. Schade, dass Rüben vorm Verarbeiten weich gekocht werden müssen. Oder kann man sich die Zeit etwa sparen?!
Was ich selbst lange nicht wusste ist, dass Rote Rüben auch roh außerordentlich gut schmecken. Ich tue meinem Magen einen Gefallen und reibe ich das Wurzelgemüse ganz fein. Handschuhe nicht vergessen - Der Rote Farbstoff ist unglaublich hartnäckig. Kren ist von Roten Rüben nicht wegzudenken... Reiben reiben reiben, bis die Augen brennen.
Balsamicoessig und Zitronensaft schaffen angenehme Säure und gesüßt wird mit Balsamico glacé (vom Supermarkt oder selbstgemacht). Nussiges Arganöl rundet den Geschmack ab. Kümmel unterstützt die Verdauung. Frisch gerieben entfalten sich Aroma und Wirkstoffe wie bei allen Gewürzen bestens. Salz, Pfeffer - fertig.
Jede Menge Vitamin B, Kalium, Eisen und Folsäure liefern die Rüben und ihr Betanin bekämpft unsere Krankheitserreger. Zusammen mit der antibiotischen Wirkung des Krens ist der Salat genau richtig, um fit durch die kalte Jahreszeit zu kommen.
Dann nämlich, wenn die Bauern ihre Ernte heimfahren und die Hälfte am Wegesrand verlieren. Dunkle und kühl lagert bei mir ein ganzer Korb voll. Schade, dass Rüben vorm Verarbeiten weich gekocht werden müssen. Oder kann man sich die Zeit etwa sparen?!Was ich selbst lange nicht wusste ist, dass Rote Rüben auch roh außerordentlich gut schmecken. Ich tue meinem Magen einen Gefallen und reibe ich das Wurzelgemüse ganz fein. Handschuhe nicht vergessen - Der Rote Farbstoff ist unglaublich hartnäckig. Kren ist von Roten Rüben nicht wegzudenken... Reiben reiben reiben, bis die Augen brennen.
Balsamicoessig und Zitronensaft schaffen angenehme Säure und gesüßt wird mit Balsamico glacé (vom Supermarkt oder selbstgemacht). Nussiges Arganöl rundet den Geschmack ab. Kümmel unterstützt die Verdauung. Frisch gerieben entfalten sich Aroma und Wirkstoffe wie bei allen Gewürzen bestens. Salz, Pfeffer - fertig.
Jede Menge Vitamin B, Kalium, Eisen und Folsäure liefern die Rüben und ihr Betanin bekämpft unsere Krankheitserreger. Zusammen mit der antibiotischen Wirkung des Krens ist der Salat genau richtig, um fit durch die kalte Jahreszeit zu kommen.
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